Durchblick Vol. 1 (C) by Fine
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Der blutige Pfad Gottes (1999)


Originaltitel: The Boondock Saints
Genre: Action, Thriller, Crime
Regie: Troy Duffy
Länge: 110 Minuten
Produktionsland: Kanada/USA
FSK: 18 (Index)
Besetzung: Willem Dafoe, Sean Patrick Flanery, Norman Reedus

Inhalt
Boston, am Abend des St. Patrick’s Day: Als die Schläger der Russen-Mafia ihre Lieblingskneipe schließen wollen, setzen sich die Brüder Connor und Murphy MacManus zur Wehr. Zurück bleiben 2 tote Russen, und die irischen Jungs gelten plötzlich als Heilige in ihrem Viertel. Während die Polizei vor einem Rätsel steht, hat der exzentrische FBI-Agent Paul Smecker sehr schnell durchschaut, wer hier mit Brachialgewalt im Namen des Herrn zu Werke geht. Connor und Murphy, tiefgläubig und trinkfest, haben jetzt eine Mission zu erfüllen. Sie wollen mit dem gesamten organisierten Verbrechen der Stadt aufräumen. Das Russen-Syndikat wird direkt im eigenen Hauptquartier erledigt. Und dem Paten der Mafia soll ebenfalls das Blutgericht gemacht werden.
Quelle: DVD-Cover

Kritik
Kaum ein Thema ist so umstritten wie Selbstjustiz. In den Augen der einen eine nachvollziehbare Genugtuung um den eigenen, von den Opfern zugefügten Schmerz zu lindern; für die anderen schlichtweg ein Gesetzesbruch. Genauso driften die Meinungen über “Der blutige Pfad Gottes” auseinander. Was für die einen ein Gewalt- und Rache-verherrlichendes, provokantes Geballer ist für die anderen, mich eingeschlossen, ein brillanter Film über das, was viele denken, aber keiner ausspricht. Natürlich ist der Film provokant, aber meiner Meinung nach nur deswegen, weil sich kam jemand eingestehen will, dass es ihn überhaupt nicht stören würde, wenn das “Böse” aus dem Weg geräumt werden würde. “Du sollst nicht töten, du sollst nicht vergewaltigen, du sollst nicht stehlen - das sind Grundsätze nach denen jeder von uns leben sollte” heißt es in der brillanten Schlußsequenz, und ich für meinen Teil hätte wohl nicht wirklich ein Problem damit, wenn Jungs wie Connor und Murphy diese Schwerverbrecher beseitigen. Aber gerade das ist es eben, was den Film zum Streitobjekt macht, weil das in unserer Gesellschaft moralisch natürlich üüüberhaupt nicht vertretbar ist. Hinzu kommt noch, dass die Jungs sehr religiös sind und diesen Weg “im Namen des Herrn” gehen… für die Kirche ein Skandal! “Als Hirte erlaube mir, zu dienen mein Vater dir. Deine Kraft reichst du uns durch deine Hand. Diese verbindet uns wie ein heiliges Band. Wir waten durch ein Meer von Blut, gib uns dafür Kraft und Mut. E nomine patris et fini et spritus sancti.” Ein Gebet, dass die Brüder auf ihrem blutigen Rachefeldzug begleitet. Das schrie ja schon förmlich nach “Index”.

Man hätte, statt den Film gleich zu verbieten, den Inhalt und die Botschaft einfach mal überdenken und diskutieren sollen. Meiner Meinung nach bietet “der blutige Pfad Gottes” beispielsweise unheimlich viel Gesprächsstoff für den Philosophieunterricht.
In meinen Auge ist Troy Duffys Film einer der besten, den ich in den je gesehen habe und er rangiert weit oben in der Liste meiner “All time favorites”. Gekrönt wird der Streifen mit der brillanten Schauspielleistung von Willem Dafoe alias Agent Smecker, die wirklich einfach umwerfend ist!


Bewertung
Von mir 10 von 10 möglichen Punkten plus Prädikat!
Besonders empfehlenswert!
Lena am 9.3.07 17:53


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